Die Klangraum-Zeitmaschine Eine Zeitreise durch die Schulgeschichte

Die Reisegruppe WU-WAT Kurs 9 reist durch die Zeit, aber die räumlichen Koordinaten bleiben immer gleich. Ihre Zeitreisekapsel landet immer wieder in der Schule: 1943 wurde das Gebäude als Fliegerkaserne genutzt und durch einen Systemfehler landet die Gruppe nicht, wie vorgesehen, in der Schule der Zukunft, sondern in einem furchterregenden Kriegsszenario. Der Gruppe gelingt die Flucht und sie landet wohlbehalten in der Schule der Zukunft. Hier scheint alles perfekt zu laufen, aber die Gleichförmigkeit und das Maschinenhafte der Lobgesänge auf Respekt und Kooperation hinterlassen beim Zuhörer ein mulmiges Gefühl...

Das Projekt Die Klangraum-Zeitmaschine ist ein Modul im diesjährigen Kunstgeldprojekt Akzente und Markierungen. Während im Modul Die kleinen Gesellschaften neue Akzente auf dem Schulhof setzen, beschäftigt sich der Wahlpflichtkurs Textil und Bauen zusammen mit ihrer Kursleiterin Frau Martina Weise mit der akustischen und visuellen Gestaltung zweier Schulräume: Der Textilraum wird zum Kriegsraum, das Elternsprechzimmer in Haus 1 zum Zukunftsraum. Die Zeitreisekapsel befindet sich auf dem Außengelände.

Bei der akustischen Gestaltung der Räume unterstützen zwei Studierende des Studiengangs sound studies der UdK. Gregor Pfeffer und Marc Weiser untersuchen mit den Schülerinnen und Schülern natürliche und künstliche Klangwelten, sie sensibilisieren für das Auditive: Klänge, die uns ständig umgeben, werden erst einmal "hörbar gemacht", um sie dann in einem zweiten Schritt als akustische (Schul-) Landschaft zu bearbeiten. Zusammen erarbeiten sie im Musikraum und in den Studios der Universität der Künste ein Theater-Hörspiel.

Bei der visuellen Gestaltung der Räume unterstützt die Setdesignerin und Architektin Nicole Adams. Mit ihrer Gruppe gibt sie den Klangwelten eine visuelle Form. Für die Zeitreisekapsel hat sich Frau Weise etwas Besonderes einfallen lassen: Im Textilraum nähte sie mit einem Teil der Gruppe große Sitzsäcke für die Zeitreise.

An fünf Aktionstagen im Juni und Juli 2014 entstand ein Film, der die Zeitreise dokumentiert. Dieser Film wurde Anfang des kommenden Schuljahrs der Schulgemeinschaft präsentiert. Ihr könnt den Film hier anschauen oder im Downloadbereich als mp4 herunterladen.

Carsten Cremer (2014)

 

 

Gesucht und gefunden: Die Jagd nach den neuen und alten Schätzen von Staaken!

Im Frühjahr 2012 machte sich der Kurs "Gesellschaft und Kultur" (Klasse 10) mit der Kursleiterin Corinna Fust und mit Unterstützung der Architekturvermittlerin Jessica Waldera von den "KleinenBaumeistern", des Stadtteilhistorikers Michael Goretzki, des Fotografen Erik-Jan Ouwerkerk, des Soundkünstlers Marc Weiser und des Kulturagenten Carsten Cremer auf die Suche nach den neuen und alten Schätzen von Staaken.

Ausgangspunkt für unsere Suche war unsere Umgebung, das Schulgelände. Die Jugendlichen stellten sich unter anderem die Fragen, warum am Haus 2 Kinderabteilung steht, warum an den umliegenden Gebäuden ähnliche Beschriftungen stehen oder was es mit dem Staakener Kleeblatt auf sich hat. Die Ergebnisse hielten sie in Forschertagebüchern fest, die Interessierten gerne zur Verfügung gestellt werden. Michael Goretzki von der Interessengemeinschaft Flughafen Staaken führte die Jugendlichen in die Geschichte Staakens und besonders in die des Flugplatzes ein und beantwortete Fragen zur Geschichte der Umgebung. Gemeinsam mit dem Fotografen Erik-Jan Ouwerkerk porträtierten die Jugendlichen sich an historischen Stätten Staakens, in ihrer Schule und stellten historische Fotografien nach, die im Haus 4 in einer Dauerausstellung zusammengestellt wurden.

Herr Goretzki half den Jugendlichen, die Betreiber des Solarparks zu überzeugen, zwischen den Solaranlagen ihren selbst gebauten Zeppelin fotografieren zu dürfen. Beim Bau des Zeppelins wurden sie unterstützt von Jessica Waldera, die mit ihnen auch einen Plan entwickelte, der zu den gefundenen alten und neuen Schätzen Staakens führt. Dieser wurde von der Grafikerin Verena Cremer in einen Flyer umgewandelt, der beim Kulturagenten Herrn Cremer erhältlich ist und zu den gefundenen Schätzen führt.

Neben Forschertagebüchern und Schatzkarte entstand während des Projekts auch eine Tonaufzeichnung, welche die Ergebnisse eines weiteren Forschungsthemas vereint, auf das wir während unserer Suche stießen: den Mauerfall von 1989. Die Schüler begaben sich auf die Suche nach Zeitzeugen, führten Interviews und verarbeiteten alle Ergebnisse mit dem Künstler Marc Weiser in einer Soundcollage, die sich auch auf der Homepage befindet. Beim Erkunden der Schätze mit dem Flyer, den Forschertagebüchern, der Soundcollage und den folgenden Fotos wünschen wir viel Spaß!

Corinna Fust und Carsten Cremer (Mai 2012)

PS: Allen Forschern, die mit unseren Ergebnissen weitermachen und unsere Schatzkarte erweitern möchten, stehen wir gerne mit Rat und Tat zu Seite. Sprecht uns an!